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Ausgerechnet ich!

Lotz

Liebe Gemeinde!

„Ausgerechnet ich!“– Kennen Sie, kennt Ihr diesen Satz?

Ausgerechnet ich komme immer in Englisch dran!
Ausgerechnet ich muss heute arbeiten, wenn alle anderen frei haben!
Ausgerechnet ich muss jetzt krank werden!
Ausgerechnet ich werde immer gefragt?
Ausgerechnet ich kann nie „Nein“ sagen!
Ausgerechnet ich gewinne nie etwas!

Diese Sätze könnten wir noch endlos weiterschreiben und ich bin sicher, Sie und Ihr habt sie im vergangenen Jahr immer mal wieder gesagt: „Ausgerechnet ich, ausgerechnet jetzt!“

Das fängt mit den Haushaltsgeräten an, wo immer alle gleich auf einmal kaputt gehen und setzt sich über viele Ereignisse fort. Manches Mal, wenn eh schon alles zu viel ist, kommt dann immer noch etwas hinzu. Und manche Sorgen und Probleme ziehen gleich andere nach sich. So verhält es sich in unserem Leben privat und beruflich und natürlich auch in der Freizeit, im Ehrenamt.

Ausgerechnet ich – ein Satz, den wir oft protestierend sagen oder rufen, manchmal vielleicht sogar schreien! Sein nächster Verwandter ist der Satz „Warum gerade ich?!“

„Ausgerechnet ich!“ „Ausgerechnet wir!“– das haben die Hirten in Bethlehem damals auch gerufen. Aber bei ihnen hat der Satz ganz anders geklungen als bei uns:

Ausgerechnet wir sind von den Engeln des Himmels besucht worden!
Ausgerechnet wir haben gehört, dass Gott Mensch wird!
Ausgerechnet wir haben den Sohn Gottes in der Krippe gesehen!

Fällt Ihnen, fällt Euch auf, wie anders dieser Satz klingt?

Da ist Staunen, Dankbarkeit, Freude

„Ausgerechnet wir!“ An Weihnachten klingt dieser Satz ganz neu, so positiv. Menschen staunen darüber, dass Gott nicht im Himmel bleibt, sondern Mensch wird und ihnen nahekommt.

Sie sind dankbar dafür, dass sie Gott so wichtig sind, dass er Jesus zu ihnen schickt. Sie freuen sich über die Wärme in ihrem Herzen.

Ausgerechnet dich liebt er.
Ausgerechnet zu dir kommt er.
Ausgerechnet du bist ihm wichtig.
Ausgerechnet wir sind die Menschen, nach denen er sich sehnt.
Ausgerechnet wir?
Ausgerechnet wir!

So bekommt dieser Satz einen ganz anderen, einen neuen Klang.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und eine gutes Neues Jahr 2019 mit der besten Botschaft der Welt: „Der Heiland ist geboren, der Retter ist da.“ Ausgerechnet für mich!


Ihre/Eure

Martina Schefzyk, Pfarrerin

Impulspost Der freie Sonntag — ein Geschenk Gottes

ekhn
Impulspost September 2018

„Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.“  Dieser Satz des biblischen Schöpfungsberichts (1. Buch Mose Kapitel 2, Vers 3) hat die Basis gelegt für einen Wochenrhythmus, wie wir ihn heute kennen: sechs Tage Arbeit, ein Tag Ruhe. Ein Takt, der dem Menschen dient.
Auch das dritte Gebot „Du sollst den Feiertag heiligen“ (nach 5. Buch Mose 5,12 ff) schützt die Menschen. Der wöchentliche Ruhetag Sabbat, der nach jüdischer Tradition am Samstag gefeiert wird, soll für alle Menschen  zu einem Erinnerungstag an die Befreiung Israels aus der Sklaverei in Ägypten werden. Ein Tag, der vor Ausbeutung bewahrt und Zeit schenkt, um in der Gegenwart Gottes zu leben.
Später wird der Sonntag der geschützte Wochen-Feiertag. Der römische Kaiser Konstantin verknüpfte im Jahr 321 die Feier des Gottesdienstes am Sonntag mit dem arbeitsfreien Tag. Schon vorher waren Christinnen und Christen an dem Tag zum Gottesdienst und gemeinsamen Mahl zusammengekommen, der in den Evangelien als Tag der Auferstehung gilt.  Er heißt auch „Tag des Herrn“, denn am Sonntag war der auferstandene Christus seinen Jüngern begegnet.
Für Jesus war der Sabbat selbstverständlich eine feste Größe. Er betont: Der Ruhetag ist Gottes Geschenk an uns und ist für uns als Menschen gemacht (Markus 2,27). Gottes Vorbild wirkt so mit dem freien Sonntag bis heute und tut uns gut.
Die Impulspost „So ist Sonntag“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) lädt dazu ein, dieses Geschenk des freien Sonntags für sich zu entdecken und zu gestalten. Dieser Tag bietet Gelegenheit für gemeinsame Aktivitäten und Geselligkeit, für Erholung und Besinnung. Und natürlich gewährt jeder Sonntag vielfältige Möglichkeiten, den „Tag des Herrn“ auch im Gottesdienst zu feiern.


Von Birgit Arndt, Geschäftsführerin des Medienhauses der EKHN.

Mehr dazu unter: https://www.ekhn.de/aktuell/so-ist-sonntag/so-ist-sonntag-die-aktion.html

 

 

Auf den folgenden Seiten wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit ausschließlich die männliche Form verwendet. Sie bezieht sich aber selbstverständlich auf Personen beiderlei Geschlechts.

 

 

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